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Dani, die Schneekönigin

Dani ein Labrador - Irgendetwas Mix aus Kroatien, unser erster Hund.

Dani kam, zusammen mit einem ihrer Welpen, über einen Tierschutzverein nach Witten und landete dort im Tierheim. Im Tierheim saß sie nun, getrennt von ihrem kleinen zusammen mit einem hyperaktiven Dominator in einem Zwinger. Sie traute sich bei Besuch nicht nach vorn an das Gitter. Mehrmals haben wir sie besucht und sind mit ihr ins Aussen Gehege gegangen. Zurückhaltend, schüchtern ja ängstlich wirkte sie. Lange haben wir überlegt, ob wir ihr gerecht werden können. Unser erster Hund und dann so. Ob wir das hin bekommen? Doch sie ist eine so schöne und liebe Hündin, dass wir sie letztendlich abgeholt und nach Hause gebracht haben.

Dani die Schneekönigin. Schön, unterkühlt und unnahbar. Tatsächlich liebt sie den Winter. Fällt Schnee dreht sie richtig auf. Als wäre sie ein anderer Hund. Freudig rennt sie umher, fängt die Schneeflocken und wirft sich in Schneehaufen. Freude pur.

Und ihr Verhalten gegenüber Menschen und Hunden? Lange hat es gedauert bis sie vertrauen aufgebaut hat. Ein Jahr lang ließ sie sich von Christopher nur durch das Treppengeländer hindurch streicheln. Unsicherheit und Angst im Umgang mit Menschen und anderen Hunden prägten ihr Verhalten. Dabei war sie jedoch niemals aggressiv, eher unnahbar, ausweichend.

Geduld und Respekt haben sich letztendlich ausgezahlt. Die Schneekönigin taute auf. In der Familie ist sie ein ganz normaler Hund. Keine Angst mehr, sie vertraut uns voll und ganz. Zu anderen Menschen ist sie zwar immer noch zurückhaltend, lässt sich aber nach kurzer Zeit durchaus anfassen.

Im Umgang mit anderen Hunden kam der Durchbruch, als wir als Pflegestelle für den Tierschutz tätig waren. Immer wieder kamen neue Hunde zu uns. Sie blieben, bis sie vermittelt wurden. Mal waren es nur ein paar Tage, mal Wochen oder Monate. Als dann Poker zu uns kam und blieb, war das Eis vollends gebrochen. Mittlerweile geht sie auch mit anderen Hunden fast normal um. Natürlich mag sie nicht jeden, sie ist eben ganz normal.

Drei Jahre, ein langer Weg. Wir haben viel gelernt, würden es aber wieder so machen.

 

Marion und Christopher