Abstammung des Hundes

Der Hund ist das älteste Haustier des Menschen, seine Domestikation begann vor ca. vierzehntausend Jahren. Sämtliche heute existierenden Hunderassen gehen auf denselben Stammvater zurück, nämlich den Wolf. Es gibt verschiedene Theorien darüber, warum unsere Vorfahren Wölfe zu Haustieren domestizierten, sicher ist jedoch, dass schon früh die verschiedenen Vorteile und Nutzen erkannt wurden, die ein solcher Begleiter hat. Nicht nur, dass die Hunde das Annähern von feindlichen Menschen oder Tieren durch ihr feines Gehör und ihren Geruchssinn frühzeitig ankündigten, sie wurden auch zu nützlichen Helfern bei der Jagd.

Durch gezielte Auswahl von Elterntieren, die besondere Eigenschaften hatten, wurden schließlich Hunde für bestimmte Aufgabenbereiche gezüchtet, und so entstanden z.B. die Hüte-, Wach-, Jagd- und Begleithunde. Die selektive Zucht von Hunderassen, bei denen auch das äußere Erscheinungsbild einem einheitlichen Standard entsprechen sollte, begann in Deutschland etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Unter dem Begriff Hunderassen versteht man im Allgemeinen unterschiedliche Kreuzungen des Hundes. Dieser besondere Ausdruck entwickelte sich erst Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Menschen begannen, Hunde auch als Haustier zu halten. Der Hund wurde nicht mehr nur als Nutztier gebraucht, sondern vielmehr als Ergänzung des familiären Umfeldes. Besonders die gehobene Gesellschaft verhalf dem gemeinen Arbeitshund zu einer gesonderten Stellung im Haushalt. War es ihm anfangs nur erlaubt das Haus zu bewachen, so kam der Hund bald in den Genuss verstärkter Aufmerksamkeit der gesamten Familie. Der kommerzielle Aspekt ließ den Geschäftsmann Charles Cruft 1873, seines Zeichens Hundefutterfabrikant, auf die Idee kommen, eine Hundeausstellung in Paris zu veranstalten. Dort führte er verschiedene Hunderassen vor, welche zur damaligen Zeit hauptsächlich Namen nach ihrer Nutzungsart trugen. Viele dieser Bezeichnungen wurden später in unsere heutigen Hunderassen umgewandelt und verankerten damit den Begriff Hunderassen. So gründeten sich recht bald auch in England sogenannte Rassenhundeclubs, welche sich der Züchtung und Organisation, einer oder mehrerer Hunderassen, annahmen.

Die unterschiedlichen Bezeichnungen der Hunde richteten sich sowohl nach seiner ursprünglichen Nutzungsart, als auch nach typischen äußerlichen Merkmalen. Auch die Herkunft der Hunde bewog zu bestimmten Rassenamen. Die Ansprüche der Hundehalter und denen die es werden wollten wuchsen und so kreuzte man Rassen miteinander um bestimmte Charaktereigenschaften und Aussehen zu überlagern. So entstanden die unterschiedlichsten Bezeichnungen, die heute von Verbänden und Vereinen offiziell als Hunderassen anerkannt sind. Der Verband Förderation Cynologique Internationale, kurz auch FCI genannt, wird als der größte Dachverband weltweit anerkannt.

Bekannte Hunderassen wären etwa der Deutsche Schäferhund, bei dem es wiederum unterschiedliche Unterrassen gibt. Der kanadische weiße Schäferhund etwa, sieht anders aus und ähnelt nur im Wesen den spezifischen Merkmalen des Deutschen Schäferhundes. Eine weitere, beliebte Hunderasse ist der Chow Chow. Dieser wurde mit anderen Hunden gekreuzt, so dass eine neue Rasse entstand, die sich Eurasier nennt. So kamen im Laufe der Jahrzehnte viele neue Hunderassen hinzu.