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Hundeerziehung

Um das Zusammenleben von Hund und Mensch harmonisch zu gestalten, ist es notwendig, dass der Hund einige Grundbegriffe des Gehorsams kennt und auch befolgt. Dazu gehören die Kommandos „Hierher" bzw. „Komm", „Sitz", „Platz", „Bleib", „Aus" bzw. „Pfui" und „Bei Fuß': Ein unerzogener Hund zerrt nicht nur an den Nerven seines Besitzers und der übrigen Mitmenschen, sondern gefährdet unter Umständen sich selbst, andere Tiere oder sogar Menschen.

Gehorsamsübungen helfen außerdem dabei, die Rangordnung innerhalb der Familie zu klären und zu festigen. Wenn der Hund merkt, dass er machen kann, was er will, wird er versuchen, sich eine möglichst hohe Rangposition in seinem „Rudel" zu verschaffen. Das ist bei kleinen Hunden schon sehr unerfreulich, bei großen kann es sogar äußerst gefährlich werden. Häufig landen dann solche unerzogenen Hunde in den Tierheimen, weil ihre Besitzer nicht mehr mit ihnen fertig werden. Dabei liegt die Schuld fast immer bei den Menschen, die dem Hund nicht von Anfang an seinen Platz in der Rangfolge klar gemacht haben.

Bei der Erziehung des Hundes wichtig ist das überschwengliche Lob, die Benutzung der immer gleichen Wörter für ein Kommando und, vor allem, unsere Geduld. Schon der ganz junge Welpe lernt schnell, was wir von ihm wollen, sofern wir ihn mit den Gehorsamsübungen zeitlich nicht überfordern. Den Befehl „Komm" kann man beispielsweise wunderbar während des Spiels mit dem Welpen üben. Der kleine Kerl lernt schnell, dass das Herankommen für ihn mit Streicheln, einer kleinen Leckerei oder einfach durch das Spiel mit dem Lieblingsspielzeug belohnt wird. Auf diese Weise kann man auch bereits den Grundstein legen für die Befolgung der übrigen Kommandos, die der Hund später perfekt beherrschen soll.

Genauso wie das Lob muss die „Korrektur" während oder sofort nach dem unerwünschten Verhalten erfolgen, denn wenn der zeitliche Zusammenhang verloren ist, versteht der Hund weder Lob noch Korrektur. Von einer  „Bestrafung“ des Hundes ist vollends abzusehen. Dies ist besonders wichtig, wenn der Hund sich mal selbständig gemacht hat und von seinem unerlaubten Ausflug nach Hause kommt. In diesem Fall muss man von einer Bestrafung absehen, da das Tier die Strafe mit seiner Heimkehr und nicht mit seinem Fortgang verbinden würde. Je intensiver man mit seinem Hund arbeitet und je besser man seinen Gehorsam durch Lob bestätigt, desto seltener werden die Gelegenheiten, bei denen man korrigieren muss.

Schlagen darf man einen Hund nie. Mit dieser Art „Korrektur" kann ein Hund nichts anfangen, sie zerstört nur das Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Mensch. Neben der Stimme sind ein Rucken am Halsband oder „stupsen“ des Hundes in die Flanke die Mittel der Wahl. Für den Welpen ist es z.B. eine natürliche Form der Zurechtweisung, wenn man ihm ins Nackenfell greift und ihn leicht geschüttelt wird. So zeigt auch die Hündin ihrem Welpen, dass er sich falsch verhalten hat. Eine eindrucksvolle Form der Bestrafung für einen Hund ist es auch, wenn man ihn auf seinen Platz ablegt und eine Weile nicht beachtet. Dieser Entzug von Zuwendung ist dem Hund sehr unangenehm, er wird versuchen, es Herrchen oder Frauchen schnell wieder recht zu machen, um den Zustand zu verändern.