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Hundehaltung

Hunde sind hochsoziale Lebewesen, die unter natürlichen Bedingungen (wie z.B. bei den australischen Wildhunden, den Dingos) ihr ganzes Leben in einem Rudel zubringen. Innerhalb dieses Rudelverbandes gibt es eine feste Rangordnung, in der jedes Mitglied eine bestimmte Rolle hat. Dadurch sichert das Hunderudel sein Überleben.

Unsere heutigen Haushunde haben im Laufe der Domestikation den Menschen als Sozialpartner anerkannt, und die Menschenfamilie ersetzt ihnen das Rudel. Um die soziale Sicherheit innerhalb dieses „Ersatzrudels" zu festigen, sind auch hier klare Rangverhältnisse nötig, damit der Hund „seinen" Menschen als Rudelführer anerkennt.

Ganz wichtig für den Hund ist dabei das enge Zusammenleben mit seinem „Rudel". Einen Hund alleine in einen Zwinger zu sperren, widerspricht seinem natürlichen Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Frustrationsbedingte Verhaltensstörungen sind vorprogrammiert. Wer sich einen Hund anschafft, der gewinnt ein neues Familienmitglied, und ein solches sperrt man nicht einfach weg.

Die wichtigsten Utensilien, die man als Hundehalter benötigt, sind neben Fress- und Wassernapf ein passendes Halsband oder Führgeschirr und eine Leine, außerdem Spielzeug wie etwa Kauknochen, einen Ball oder ähnliches. Hat der Hund ein eigenes Spielzeug, auf dem er nach Herzenslust herumkauen kann, muss er nicht auf die guten Schuhe der Familie zurückgreifen, und der Hausfrieden wird nicht gefährdet. Darüber hinaus benötigt man für die regelmäßige Fellpflege Bürste, Kamm oder Striegel, je nach Länge und Beschaffenheit des Hundefells.

Außerdem braucht der Hund ein festes Lager, das als Schlafplatz dient und auf das er sich zurückziehen kann. Dies kann beispielsweise ein Weidenkorb sein, eine Matte oder, etwa bei größeren Hunden, eine Decke oder eine ausgediente Matratze. Der Hundeplatz soll an einem ungestörten, zugfreien Ort in der Wohnung sein, zu dem der Hund immer Zugang hat. Auf keinen Fall darf der Hund längere Zeit auf kaltem Steinboden liegen; Krankheiten wie Blasen- oder Nierenentzündung können die Folge sein.

Hunde sind Lauftiere mit einem großen Bewegungsbedürfnis und benötigen daher täglich die Möglichkeit zu freiem Auslauf. Unter natürlichen Bedingungen bewegen sich Hunde meist im Trab und legen weite Strecken zurück. Beim ausschließlichen Gehen an der Leine oder, noch schlimmer, eingesperrt in einen Hundezwinger, kann der Hund diesen Bewegungsdrang nicht befriedigen. Regelmäßige Spaziergänge, bei denen er sich austoben kann und auch die Möglichkeit hat, mit Artgenossen zu spielen, sind für das Wohlbefinden und die Gesundheit des Hundes absolut notwendig. Zu wenig Auslauf und Bewegung bedingen häufig ungesundes Übergewicht, was zu Herzproblemen, Knochen- und Gelenkerkrankungen führen kann. Wieviel Auslauf der einzelne Hund tatsächlich braucht, richtet sich natürlich nach seinem Alter, seiner Größe und Rasse und seinem allgemeinen Gesundheitszustand.

Damit der Hund sein „großes" und „kleines Geschäft" erledigen kann, sollte er etwa viermal täglich ausgeführt werden Der Hundebesitzer sollte sich immer vor Augen halten, dass der Spaziergang vorrangig für den Hund gemacht wird, für den das Herumschnüffeln, die Kontaktaufnahme zu anderen Hunden und das Markieren „seines" Revieres wichtige Bestandteile seines Sozialverhaltens sind. Der „Spaziergang" zur. Kneipe um die Ecke und zurück reicht dem Vierbeiner sicher nicht und macht ihm auch längst nicht so viel Spaß wie Herrchen.

Auf keinen Fall darf der Hund sein „Geschäft" auf Kinderspielplätzen, z.B. im Sandkasten, oder auf Bürgersteigen verrichten. Dies ist unhygienisch und trägt sicher nicht zu einem guten Verhältnis zwischen Hundebesitzern und Nichthundehaltern bei. Passiert trotz aller Vorsichtsmaßnahmen das „Malheur" dennoch mal auf dem Bürgersteig, so sollte man das „große Geschäft" z.B. mit einer kleinen Tüte beseitigen. Auf Kinderspielplätzen haben Hunde nichts zu suchen.