Trainingskonzept der OG Volmarstein

Wir trainieren von der Begleithundeprüfung über die Fährtensuche bis hin zur Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauichshunde alles, was den natürlichen Anlagen und Fähigkeiten eines Hundes entspricht.

Dabei streben wir die größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Hund an. Die Freude am Umgang mit den Fellnasen steht hier im Vordergrund. Hunde sind keine Sportgeraäte sondern Teampartner.

Nach unserer festen Überzeugung ist dies nur mit sehr gut geschulten Hundeführern und durch positive Motivation angstfrei ausgebildeten Hunden zu erreichen.

Unser Trainingskonzept basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Lernverhalten und den medizinischen Grundlagen unserer Tiere. Jede einzelne Übung aber auch "komplexere Verhaltensketten" werden in vier Stufen erlernt und gefestigt. Die vier Stufen entsprechen den natürlichen Lernphasen der Hunde.

In der ersten Phase (Erwerb) geht es darum, dass der Hund zunächst die Bedeutung eines Hötzeichens erlernt. Dabei wird ein "Auslösereiz" (Hörzeichen) mit einer bestimmten "Reaktion" (Verhalten des Hundes) verknüpft. Dies geschieht in einer möglichst reizarmen Umgebung und durch die sofortige Bestätigung des "richtigen" Verhaltens mit einer Belohnung.

In der zweiten Phase (Fluss) wird, im Einzeltraining das "Reiz-Reaktions-Muster" so oft geübt, bis es fehlerfrei funktioniert. Hierbei wird über diverse Hilfsmittel von vornherein sicher gestellt, das der Hund keine Fehler einbauen kann (Prompting).

In der dritten Phase, der Generalisierung, werden nun die Umweltreize erhöht und unter verschiedensen Gegebenheiten trainiert, um die erlernten Muster in jeder Umgebung sicher umsetzen zu können.

Letztendlich werden in der vierten und letzten Phase alle erlernten Übungen immer wieder geübt, um eine "Löschung" zu verhindern.

Sitzen die einzelnen Grundübungen, so werden komplexere Verhaltensketten aufgebaut, in dem die einzelnen Übungen zusammengesetzt werden. Dabei dient der letzte Teil einer Übung als Startimpuls für die nächste. Die Verhaltensketten werden dabei "von Hinten nach vorn" aufgebaut, damit der Hund immer wieder in bekannte Muster kommt. Also neues zu erst, bekanntes hinterher. Trainiert wird auch hier in den o.g. vier Phasen.

Unser Trainingsspektrum ist modular aufgebaut und umfasst alle Übungen der internationalen Prüfungsordnungen. Die Prüfungen können ebenfalls bei uns abgelegt werden. Darüber hinaus bleibt sehr viel Platz für individuelle Ideen. 

Der Aufbau der individuelle Trainingsstunde ist jeweils abhängig von den Teilnehmern und dem, was die Hunde lernen sollen. Dabei wird berücksichtigt, wie lange sich ein Hund konzentrieren kann, was er bereits gelernt hat und welche Hilfsmittel geeignet erscheinen. Hier finden unsere Ausbildungswarte und Schutzdiensthelfer immer die geeignete Mischung für das individuelle Team.

Neben der Ausbildung auf dem Platz geben wir regelmäßig Seminare zur Fortbildung unserer Hundeführer. Denn Hundesport ist ein Teamsport und die Fehler macht in der Regel nicht der Hund.